Zweite Flugplatzgrillerei 2015

Nach der letzten Grillerei vor einer Woche hieß es gestern „Da capo“. Bei noch sommerlicheren Temperaturen lies uns zumindest die Thermik nicht in Stich.

Schon bei meinem ersten motorisierten Steigflug erkannte man ein passables Aufwindfeld, obwohl der Verbleib in den Thermikblasen aufgrund deren geringer Größe anfänglich etwas unbequem war.

Mit der länger anhaltenden Windstille und der in Zwischenzeit gewonnenen Höhe stabilisierte sich der Aufwind zusehends. Auf etwa 170m verabschiedete sich jedoch meine Steighilfe, doch der nun einsetzende kalte Wind schien mir ein Indikator für eine neuerliche Thermikablöse im Norden des Platzes zu sein – im Schnellflug nahm ich in etwa 50m Entfernung zum Flugplatz tatsächlich wieder Fühlung mit einem noch stärken Thermikbart auf.

Diese Vorgehensweise sicherte mir etwa 40 Minuten motorfreie Flugzeit. Als meine Ohren jedoch das Anwerfen eines Verbrennungsmotors vernahmen entledigte ich mich schnell der überschüssigen Höhe, um die Wiederindienststellung der Klemm 26 von Fritz K festzuhalten.

Enges Kurven.
Enges Kurven.
Klemm Kl 26 - Fritz K
Klemm Kl 26 – Fritz K

Die etwas stärkere Rauchentwicklung bei den Motortests aber auch in der Luft gab den Charme des Originals zu seinem Besten wieder – kleinere „Verkutzer“ des Motors trugen zu diesem Eindruck nicht minder bei.

Turn.
Turn.

Beim spontanen Ansatz eines etwas steileren Steigflugs (ich schätze bei Vollgas) wurde es plötzlich still – der Propeller steht – die Strömung reist ab – ein steiler Sinkflug setzt ein. Mit vorsichtigen Höhenruderausschlägen konnte annähernd wieder ein Vertikalflug eingeleitet werden. So versank die Klemm sanft im Getreidefeld.

Feldarbeit.
Feldarbeit.

Während einer kleinen Flugpause setzte auch die 350er von Rudi zum Thermikschnüffeln an – keine 10 Sekunden vergingen, bis die Fühlung aufgenommen wurde und mit dem Kreisen begonnen werden konnte.

Ein zärtlich motorisiertes Modell beim Handstart.
Ein zärtlich motorisiertes Modell beim Handstart.
Platzrunde.
Platzrunde.
In der Thermik.
In der Thermik.

Es sei betont, dass sich dieses Modell durch seine besonderen Langsamflugeigenschaften auszeichnet: eine Durchschnittgeschwindigkeit von 35km/h bei einem Modell ohne Wölbklappen scheint mir außergewöhnlich.

MFT-350 Carisma - Rudi
MFT-350 Carisma – Rudi
Schneller Überflug.
Schneller Überflug.

Nach vielleicht 15 Minuten hieß es dann „Mir reichts!“, was durch das Einleiten eines kräftigen Sinkflugs und einen darauf folgenden Looping auch den restlichen Flugplatzbesuchern unmissverständlich klar gemacht wurde.

Looping.
Looping.
Turn.
Turn.
Endanflug.
Endanflug.
Kontakt.
Kontakt.

Danach konnte ich wieder nur etwa 30 Minuten in der Thermik verbringen, bis schon wieder dieses Motorengeräusch einsetzte und eine neuerliche Spontanlandung notwendig wurde.

Klemm Kl 26 - Fritz K
Klemm Kl 26 – Fritz K
Klemm Kl 26 - Fritz K
Klemm Kl 26 – Fritz K
Töff, Töff, Töff, Kutz, Töff, ...
Töff, Töff, Töff, Kutz, Töff, …
Klemm Kl 26 - Fritz K
Klemm Kl 26 – Fritz K
Klemm Kl 26 - Bekannt wurde die Maschine durch zahlreiche Rekordflüge von Ernst Udet und Elly Beinhorn.
Klemm Kl 26 – Bekannt wurde die Maschine durch zahlreiche Rekordflüge von Ernst Udet und Elly Beinhorn.
Herantasten.
Herantasten.

Am späten Nachmittag konnte ich noch die „Restthermik“ nutzen, was schlussendlich in einer abschließenden Flugdauer von 1h22min, bei zwei Akkuladungen (= 6 Steigflüge auf 120m) resultierte. Die verbliebene Zeit verbrachte ich mit Genussfliegen, bis (wie auch letzte Woche gänzlich unerwartet) offiziell zur zweiten Flugplatzgrillerei 2015 geladen wurde.

In's Abendrot.
In’s Abendrot.
MFT-350 Carisma - Rudi
MFT-350 Carisma – Rudi
MFT-350 Carisma - Rudi
MFT-350 Carisma – Rudi

 

Ein Gedanke zu „Zweite Flugplatzgrillerei 2015

  1. An dieser Stelle einmal ein grosser Dank an Ludwig der sowohl fototechnisch als auch verbal dieser Webseite den nötigen „Anstrich“ verleiht.

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