Hoch „Annelie“ lässt die Sonne brennen

Sollte sich jemand in letzter Zeit über die hohen Temperaturen zu Wort gemeldet haben, wird an einem Tag wie diesem neben hechelnden Atemzügen nur kaum Worte über die Lippen bringen können. Hoch „Annelie“ mag für den Badeseebesucher den gebührenden Empfang der jungen Sommersaison bedeuten, für den ambitionierten Thermiksegler ist die stabile Wetterlage jedoch nur bedingt erfreulich.

Der erste Flug mit dem Elektrosegler offenbarte großflächig glatte Luft – lediglich zwei-drei Mikro-Bärte konnten für kurze Augenblicke (27min) die Flugzeit mit viel Mühe verlängern. Da Hoch „Annelie“ das Stehen in der Sonne nur wenig angenehm machte, begnügte ich mich mit der kurzen Flugzeit und gönnte mir ein bisschen Zeit auf der Schattenbank.

Bei meiner Ankunft am Flugplatz waren Fritz K und Rudi mit der Reinigung ihrer Schleppmaschinen beschäftigt, was ich als klare Aufforderung verstand, umgehend ein passendes Seglermodell zusammenzustecken.

In Ermangelung vorausschauender Handlungssetzung verabschiedete sich jedoch die Aufhängung des Einziehfahrwerks-Servos meiner neuen 350er „Acro“ auf knackende Art und Weise. Die Reaktion unseres Präsidenten: „Die Schulung geht weiter.“ gefolgt von verständnislosem aber trotzdem erheitertem Kopfschütteln.

EoN Olympia 465
EoN Olympia 465

Glücklicherweise erfreut sich die EoN Olympia 465 – mein eigentliches Hauptseglermodell – bester Gesundheit, und so konnten Fritz K und ich erste Schleppflüge mit der vollelektrischen Monsun zur vollsten Zufriedenheit durchführen. Trotz aller Anstrengungen blieb das Thermikglück auch weiterhin versagt.

Der eigentliche Höhepunkt des Tages war sicherlich der Erstflug von Bernhards neuer MTR-550 Escapade. Eigentlich hätte dieses Ereignis vor einer Woche stattfinden sollen, doch die verbaute Hochtechnik im Höhenruder versagte den Dienst.

Der Erstflug an sich verlief verhältnismäßig ruhig – nach dem Ausklinken konnte man aber nicht umhin, als Beobachter die etwas gezwungene Fluglage der 550er zu erkennen: Als stünde das Modell konstant kurz vor dem Strömungsabriss wirkten Ruderbewegungen offenbar eher schwammig, was sich besonders negativ auf die eigentliche Landung auswirkte und zu einer etwas deutlicheren Bodenberührung führte. Die einhellige Meinung war, dass der Schwerpunkt offensichtlich zu weit hinten war. Bis zum nächsten Mal wird auch eine neue Höhenruderanlenkung die aktuelle Lösung ersetzen.

Ein würdiges Ende dieses Flugtages war schließlich ein Flug von Joachims Cessna, welche von mir erstmalig im Flug abgelichtet wurde.